Brustkrebs

Früherkennung von Brustkrebs

Die meisten Frauen sind vertraut mit der Mammographie als unserem “goldenen Standard” zur Vorsorge gegen Brustkrebs. Doch es gibt noch zusätzliche Möglichkeiten, die Frauen ihrem Arsenal hinzufügen können.

Eines der effektivsten Werkzeuge zur Früherkennung von Brustkrebs ist das eigene Abtasten der Brust. Das funktioniert am besten wenn Frauen in der Technik unterwiesen werden und sich zusätzlich einmal jährlich von ihrem Arzt klinisch untersuchen lassen. In einer im Jahr 2000 von der Universität Toronto durchgeführten Studie führten etwa 20.000 Frauen die Vorsorge per Eigenuntersuchung und jährlicher Untersuchung durch den Arzt durch und weitere 20.000 durch Eigenuntersuchung und Mammographie. Nach mehr als 10 Jahren wurden aus der ersten Gruppe 610 Fälle von Brustkrebs und 105 Todesfälle gemeldet und aus der zweiten Gruppe 622 Fälle von Brustkrebs und 107 Todesfälle. Zweifellos beginnt die erste Verteidigungslinie gegen Brustkrebs mit einer eingehenden Selbstuntersuchung.

Es gibt auch zwei verschiedene Bluttests zur Früherkennung von Brustkrebs, die ein bestimmtes Protein im Blut messen, das auf Krebs hindeuten kann. Den ersten Test kann man schon seit einigen Jahren durchführen lassen während der zweite Test erst kürzlich verfügbar gemacht wurde. Auf diesem Gebiet werden weiterhin klinische Versuche durchgeführt.

Eine zusätzliche Möglichkeit der Früherkennung von Brustkrebs ist die digitale Infrarot-Wärmebildfotografie. Hierbei wird die Wärme gemessen, die der Körper ausstrahlt und diese Methode ist bis auf ein Hundertstel Grad genau. Diese Methode untersucht die Physiologie, nicht die Struktur. Auf diese Weise kann die Gesundheit der Brust über längere Zeiträume überwacht werden und eine Patientin oder ihren Arzt auf ein sich entwickelndes Problem aufmerksam machen, möglicherweise noch bevor ein Knoten auf einem Röntgenbild sichtbar gemacht oder klinisch ertastet werden kann. Es gibt keine Beschränkungen bei diesem Test wie beispielsweise die Dichte der Brust. Diese Methode ist ein nicht-invasiver Test, der keine Strahlung abgibt.

Die einzigartigen Merkmale von Krebs machen es der digitalen Infrarot-Wärmebildfotografie möglich, Brustkrebs bereits in einem früheren Stadium des Wachstums festzustellen. Wenn sich Krebs entwickelt, baut er sich seine eigene Blutversorgung auf, was sich dann als eine erhöhte Wärme in der betreffenden Region der Brust widerspiegelt. Die digitale Infrarot-Wärmebildfotografie weist eine Genauigkeit von 83% auf und zeigt ein Problem in einem frühen Entwicklungsstadium an, nicht erst in einem fortgeschrittenen Stadium wie die Mammographie. Ein abnormales Thermogramm deutet auf ein zehnfach höheres Krebsrisiko hin und ein fortwährend von der Norm abweichendes Thermogramm ein 22-faches Risiko für eine Krebserkrankung.

Klinische Forschungsstudien bestätigen die Rolle der Thermographie als Werkzeug für die Früherkennungsuntersuchung in Bezug auf Brustkrebs und das einzige Werkzeug, das die Gesundheit der Brust über einen längeren Zeitraum misst. Es gibt mittlerweile mehr als 800 Publikationen über mehr als 300.000 Frauen in klinischen Versuchen. Kürzlich hat sich in Tests erwiesen, dass die Thermographie mit einer Genauigkeit von 99% bei Einzeluntersuchungen Brustkrebs identifiziert. Wissenschaftler schließen daraus, dass ein negatives Thermogramm ein wirklich starkes Indiz dafür ist, dass kein Krebs vorhanden ist.